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Rechtsempfinden ist Geschmackssache

Kennen Sie den Spruch: Über Geschmack lässt sich nicht streiten? Genauso sehe ich das mit dem Rechtsempfinden. Der eine hat ein dickes Fell und will lieber seine Ruhe haben, er sieht über die kleinen Ungerechtigkeiten des Lebens gerne hinweg. Der andere ist eher sensibel, wenn ihm eine Ungerechtigkeit wiederfährt, auch wenn sich der „Kampf“ wirtschaftlich nicht lohnt, will er in jedem Fall „sein Recht“ haben, der nächste empfindet zwar die Ungerechtigkeit, sieht es aber eher pragmatisch, wenn sich der „Kampf“ wirtschaftlich nicht lohnt, hakt er das Geschehene ab und beschäftigt sich mit „angenehmeren“ Dingen. Oft ist unser Empfinden auch situations- oder konfliktpartnerabängig. Ein Konflikt mit einem großen Wirtschaftsunternehmen kann eine größere Kampflustenergie á la David gegen Goliath hervorrufen, andere wiederum hält ein zu großes Ungleichgewicht der Konfliktpartner eher davon ab, die Auseinandersetzung zu führen. Jeder nach seiner Facon ist meine Auffassung dazu. Die Mediation kann diesen ganz unterschiedlichen „Launen“ Rechnung tragen. Die einzige Hürde: man muss auch den „Rechtsgeschmack“ des Konfliktpartners berücksichtigen, denn schließlich sollen beide hinterher mit der Lösung zufrieden sein.

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